Bewegungserziehung

Kinder brauchen ausreichend Lebens- und Bewegungsraum, um vielfältige Primärerfahrungen zu sammeln.
Bewegung trainiert nicht nur die Muskulatur, sondern auch Geist und Psyche. Sie vermittelt Raum- und Zeiterfahrungen, die für die intellektuelleEntwicklung des Kindes bedeutsam sind.

Durch Bewegung wird überschüssige Energie abgebaut, Sauerstoff getankt, der Gleichgewichtssinn geschult und die Behaltensfähigkeit gesteigert. Die Welt des Kindes ist eine Welt des Spiels und der Bewegung. Kinder bewegen sich viel und gerne, sie laufen, springen, klettern, hüpfen und toben.

Heut zu Tage jedoch wird der natürliche Bewegunsdrang der Kinder häufig unterbunden. Fernsehen und Video, vorgefertigtes Spielzeug, Überbehütung, Verplanung der Kinder am Nachmittag führen oft zu Bewegungsarmut, deren Folgen Bewegungsunruhe und Hyperaktivität sein kann. Ein Defizit an Bewegung kann zudem zu gesundheitlichen (Haltungsschäden/Sehschwächen) und zu psychosozialen Problemen bei Kindern führen.

Die Bewegunserziehung dient der Entfaltung der Bewegung und der Befriedigung des kindlichen Bewegungsdranges. Sie vermittelt ihm Freude, Selbstbewusstsein und körperliche Gewandtheit. In der Bewegungserziehung wird das Kind in seiner Ganzheit angesprochen, das heißt, es besteht eine enge Verbindung zwischen Körper, Seele und Geist.